Glücks Übung: Aufmerksamkeit auf Positives richten

Glücks Übung: Aufmerksamkeit auf Positives richten

Dein alltägliches Glück hängt eng mit Deiner Aufmerksamkeit zusammen. Und diese Aufmerksamkeit kannst Du gezielt trainieren. Je häufiger Du deinen Fokus auf kleine positive Momente richtest, desto häufiger wirst Du diese zukünftig sehen. Ganz von alleine. Wie kann das sein?

Erinnere Dich an eine Situation in Deinem Leben, bei der Dich ein bestimmtes Thema intensiv beschäftigt hat. Wolltest Du dir einen Bus zum Reisen kaufen? Oder hat das Thema Kinder Dich beschäftigt? Zu dieser Zeit hast Du garantiert an jeder Ecke einen Bus oder einen Kinderwagen gesehen. All das war auch vorher schon da, Dir ist es nur nicht aufgefallen.

Dein Fokus ist ein mächtiger Begleiter. Denn Du kannst deine Aufmerksamkeit gezielt auf Themen richten und diese damit verstärken. Dein Filter im Kopf lässt dann automatisch mehr davon durch.

Mach das mit den kleinen positiven Momente des Alltags und Du erlebst viele neue Glücksmomente.

Wie hängen Glück & Aufmerksamkeit zusammen?

Glücklichsein und Aufmerksamkeit sind eng verwoben. Dein Denken steuert Deine Aufmerksamkeit.

Konzentrierst Du Dich den Tag über auf negative Erlebnisse oder drehen sich Deine Gedanken um einen Streit, wirst Du auch vermehrt negative Dinge wahrnehmen. Zum Beispiel ein blöder Kommentar vom schlecht gelaunten Chef oder eine Tasse Tee, die dir umkippt. Wie ein Magnet zieht Deine Aufmerksamkeit alles an, was in irgend einer Weise negativ behaftet ist.

Startest Du aber Deinen Morgen mit einem positiven Gedanken, passieren Dir zwar vermutlich die selben Dinge (blöder Kommentar vom Chef, Tasse Tee die umkippt), Du wirst diesen Ereignissen aber viel weniger Aufmerksamkeit einräumen und Dich entsprechend viel weniger davon beeinflussen lassen.

Der Psychologe Richard Wiseman hat diesbezüglich eine interessante Hypothese aufgestellt, die Du Dir bildlich sehr gut vorstellen kannst:

  • Wenn Du in guter Stimmung bist, wächst Deine Aufmerksamkeitsfokus – ähnlich wie ein Ballon den du aufpumpst. Du nimmst mehr von der Welt war und hast entsprechend auch die Möglichkeit, die schönen Dinge zu bemerken.
  • Bist Du hingegen ängstlich, beunruhigt oder besorgt, wird Dein Aufmerksamkeitsfokus kleiner und Du nimmst weniger Reize aus Deinem Umfeld auf. Das hat seinen Ursprung in der Evolution. Der Körper nutzt alle Ressourcen für die Abwendung der Gefahr.

Wenn Du also schlecht drauf bist, werden die positiven Ereignisse in vielen Fällen gar nicht erst an Deiner Aufmerksamkeitsschranke im Gehirn durchgelassen.

Den Fokus trainieren: Schärfe Deine Aufmerksamkeit

Dein Geist ist wie ein Muskel den Du trainieren kannst. Je häufiger Du ihn benutzt, desto stärker wird er. Zudem liebt das Gehirn Gewohnheiten. Wenn Du also heute damit anfängst, ein paar Mal täglich inne zu halten und Deinen Fokus gezielt nach dem Positivem suchen lässt, lenkst Du die Aufmerksamkeit darauf und wirst zukünftiger automatisch mehr dieser Situationen wahrnehmen.

Mach eine Gewohnheit daraus: Wenn Du eine neue Routine in Deinen Alltag integrieren willst, ist es am einfachsten, diese an eine andere Routine zu knüpfen (das so genannte Chaining).

  • Wenn Du also zum Beispiel morgens einen Kaffee trinkst, kannst Du damit verbinden, das Du dir einen kurzen Moment nur für Dich nimmst, Dich umsiehst und fragst: „Was macht mich glücklich?“.
  • Oder wenn Du jeden Morgen in Bus oder Bahn steigst und nach dem Hinsetzen sofort Dein Handy in die Hand nimmst: Schau Dich kurz um, fange Blicke von freundlichen Menschen ein, wirf einen Blick in den Himmel oder in einen Park an dem Du gerade vorbei fährst oder verteile einfach ein nettes Lächeln an eine fremde Person.

Machst Du das, wirst Du Tag für Tag viele schöne und neue Dinge bemerken: Die ersten Blüten im Frühling, eine Schneebedeckte Landschaft, ein Sonnenstrahl am Himmel, freundliche Gesichter, ein hüpfendes Kind, jemand der vor sich hinsingt, Kaffeegeruch. Genieße diese Momente bewusst, bevor Du Dich in Deinen Alltag stürzt.

Dein Start in den Tag ist deutlich entspannter und dein Geist wird von selbst immer häufiger Ausschau nach ähnlichen Situationen halten.

Negativem weniger Platz einräumen

Immer nur gut drauf? Das ist undenkbar. Wie sollten wir das Schöne zu schätzen wissen, wenn wir nicht wüssten, was schön ist? Der Mensch ist nicht dafür gemacht, permanent glücklich zu sein. Höhen und Tiefen gehören dazu.

Negativen Gedanken darfst Du aber guten Gewissens einen Riegel vorschieben. Denn negative Gedanken bringen uns eigentlich nie voran. Sie sorgen für Ärger, Zorn, Wut und schüren Ängste. Wenn wir uns ärgern, denken wir nicht rational und tun oder sagen Dinge, die wir im Nachhinein bereuen.

Wenn Du Dich also dabei erwischt, wie Deine Gedanken um etwas Negatives kreisen und einfach nicht aufhören wollen, versuche bewusst Deinen Fokus davon weg zu lenken und auf etwas Positives zu richten. Wie das gelingen kann, erfährst Du in der Übung zum Umgang negativen Gedanken.

Übung: Halte regelmäßig inne und frage Dich, was Dich glücklich macht

Kleine Pausen im stressigen Alltag sind Balsam für die Seele. Viel zu selten nehmen wir uns zwischendurch kurz Zeit für uns. Egal ob im Beruf, Zuhause mit der Familie, beim Essen oder beim zur Arbeit pendeln. Der Stress ist ein gängiger Begleiter. Dabei kann es so schön befreiend sein, kurz inne zu halten, sich gedanklich in einen Selbst zurück zu ziehen und ein paar Atemzüge tief durchzuatmen.

Halte bewusst inne und nutze die kurzen Pausen um Dich zu fragen:

  • Wer oder was macht mich gerade in diesem Moment glücklich?
  • Was würde mir jetzt in diesem Moment gut tun?

Ganz besonders dann, wenn es gerade stressig zugeht, ist das Innehalten doppelt hilfreich. Ein dazu sehr passender Buchtitel von Lothar J. Seiwert lautet: Wenn du es eilig hast, gehe langsam. Im Japanischen gibt es einen vergleichbaren Spruch dazu: „Wenn du es eilig hast, mache einen Umweg“. Das klingt im ersten Moment paradox, hilft aber ungemein. Denn unter Stress sind wir unkonzentrierter und es passieren schneller Fehler.

Übung: Suche täglich kleine Glücksmomente

Der Alltag hält erstaunlich viele kleine Momente des Glücks für Dich bereit. Du musst nur lernen, sie bewusst wahrzunehmen. Damit das gelingt, ist es Deine Aufgabe, bewusst nach diesen Glücksmomenten Ausschau zu halten. Gehe offenen Auges durch den Tag, schaue gelegentlich nach oben (das tut der Mensch nämlich so gut wie nie) und halte gezielt Ausschau nach Situationen, die Dir ein lächeln ins Gesicht zaubern.

Was können das für Situationen sein? Das ist komplett egal. Das schöne am Glück ist: Jeden Menschen machen andere Dinge glücklich. Manch Einem wird durch ein fröhliches Kind an die eigenen Kinder erinnert, manch Anderer geht beim Geruch von frisch gemahlenen Kaffeebohnen das Herz auf. Glück ist individuell.

Hier habe ich dennoch ein paar Beispiele für mögliche Glücksmomente:

  • Ein lachendes, springendes oder singendes Kind auf der Straße.
  • Ein Freund / oder eine Freundin, die Du immer wieder gerne siehst oder schon lange nicht mehr gesehen hast.
  • Eine blühende Blume am Wegesrand, ein Schneesturm oder herunterfallendes Herbstlaub.
  • Ein Sonnenstrahl, der durch die Wolkendecke hindurch scheint.
  • Ein Regenbogen an einem grau-verregneten Tag.
  • Ein Glückscent den DU auf der Straße findest.
  • Ein freundliches Lächeln von einer fremden Person.
  • Ein unerwartet netter Gruß vom Busfahrer, Taxifahrer oder einer anderen Person die Du nicht kennst.

Halte Ausschau nach Deinen persönlichen Momenten des Glücks. Mit jedem Tag wird es einfacher und Deine allgemeine Lebenszufriedenheit wächst.

Wenn Du magst, kannst Du diese schönen Momente auch festhalten. Dafür habe ich hier zwei passende Übungen für Dich. Vielleicht ist eine davon etwas für Dich?

  1. Das Glückstagebuch: 3 positive Momente von jedem Tag. Einfach aber sehr wirkungsvoll.
  2. Glücksmomente: Ein Glas voll Glück & positiver Momente. Sieht nicht nur schön aus, sondern gibt Dir immer die Möglichkeit, Deine schönen Momente noch einmal zu erleben.

Unterstützung bei deiner Glücks-Suche

Du kannst Dich nicht aufraffen und wünscht Dir Unterstützung für Deine Suche nach dem Glück? Gemeinsam sind Hürden manchmal viel einfacher zu überwinden. Und Du musst Dich nicht alleine mit Deinen Träumen, Wünschen und Zielen auseinander setzen. Manchmal braucht es einfach nur frischen Wind, um neue Türen freizulegen. Und mit jeder neuen Tür, ergeben sich unzählige neue Möglichkeiten für Dich.

In einem Coaching stehe ich Dir bei Deinen Themen & Problemen zur Seite. Bei Interesse können wir gerne einen Termin für ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren. Ich freue mich von Dir zu hören.


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